Haigerseelbach
Haigerseelbach ©Frank Gohlke

Aktualisiert am 05.01.14



Bildbearbeitung

Inhalt


Kann man einen Spiegel frontal fotografieren...

La nouvelle 6 cylindres Renault von René Vincent (1879-1936)lupe

„La nouvelle 6 cylindres Renault“ von René Vincent (1879-1936)

...ohne dass die Kamera darauf zu sehen ist?

Nein!

Aber mit einem kleinen Trick kann man die Kamera verschwinden lassen.

Hierfür benötigt man einen Spiegel, einen gleichmäßig ausgeleuchteten Raum und gegenüber des Spiegels eine einfarbige Wand.
Da ich nicht über eine solche Räumlichkeit verfüge, habe ich meinen Spiegel draußen, unter freiem Himmel Fotografiert.

Mein Spiegel ist verziert mit dem Bild „La nouvelle 6 cylindres Renault“ von René Vincent (1879-1936), einem Französischen Illustrator.

Selbstverständlich geht es auch mit einem unbedruckten Spiegel ich hatte nur gerade keinen.

Zuerst habe ich 2 Fotos von dem Spiegel gemacht. Das erste etwas links und das zweite etwas rechts aus der Mitte. (Um sich die Arbeit in den nächsten Schritten nicht unnötig zu erschweren, sollte man beim Fotografieren sehr genau arbeiten.)
Siehe Abbildungen unten.

La nouvelle 6 cylindres Renault von René Vincent (1879-1936) La nouvelle 6 cylindres Renault von René Vincent (1879-1936)

Anschließend habe ich beide Fotos in Photoshop geöffnet, eins der beiden Fotos kopiert und als neue Ebene in das andere Foto eingefügt.
Nun habe ich 2 Ebenen, die jetzt noch ausgerichtet werden müssen, das heißt die beiden Spiegel müssen deckungsgleich übereinander liegen.
Dazu stelle ich die Füllmethode der oberen Ebene auf „Differenz“ und verschiebe bzw. drehe die Ebene solange bis das Bild so dunkel wie möglich ist.
Siehe unten.
Danach stelle ich die Füllmethode wieder auf „Normal“

Spiegel Spiegel

Im nächsten Schritt habe ich mit dem Auswahlrechteck den Bereich, in dem die Kamera liegt markiert und mit dem Radiergummiwerkzeug (rund, weich) die Kamera wegradiert.
Siehe unten.

Spiegel Spiegel

Zum Schluß noch etwas gebügelt und fertig.

Spiegellupe

P.S.
Ich hätte beim Fotografieren vielleicht etwas sauberer arbeiten können.




Asteroid.

Asteroid

Für dieses Foto musste ich mit meinem 3000mm Spiegelteleskop erst einmal ein paar...
Quatsch, ist natürlich völliger Unsinn.
Der Asteroid ist nur ein Fake und war eigentlich gar nicht als Foto der Woche KW. 3 gedacht.
Vielmehr wollte ich ausprobieren, einen Gegenstand ohne Hintergrung zu fotografieren, was mir, wie man sieht, auch gelungen ist.

Für dieses Foto benötigte ich einen schönen runden Stein, ein schwarz-matt lackiertes Alurohr auf das ich den Stein legte, eine helle 3 Watt Cree LED Taschenlampe, einen Sohn der die Taschenlampe hält (Ehefrau oder Tochter geht auch), Dunkelheit (einen Platz ohne Straßenlampen oder anderen störenden Lichtquellen), ein kurzbelichtetes Foto vom Sternenhimmel als Hintergrund (die Sterne sollten nur als Punkte abgebildet sein), ein Stativ und eine Kamera.

SteinDer Stein:
Das schwarz lackierte Alurohr ist selbst auf diesem Foto nicht mehr zu sehen
AlurohrDas Alurohr SternenhimmelDer Sternenhimmel:
für diese Miniatur musste ich die Sterne etwas aufhellen

Zuerst hatten wir ( Sohn und ich) uns die oben beschriebenen Zutaten gekrallt und sie zu dem Promilleweg zwischen Haigerseelbach und Steinbach (sehr wenig Streulicht) geschleppt und aufgebaut.
Anschließend machten wir ein paar Testfotos mit Blitz (siehe „Der Stein“ oben links). Dadurch, dass das Alurohr schwarz-matt lackiert war und sich im Schatten des Steines befand, war es auf dem Foto mit bloßem Auge nicht zu sehen.
Danach beauftragte ich meinen Sohn, den Stein mit der superhellen 3 Watt Cree LED Taschenlampe aus verschiedenen Richtungen anzuleuchten, wobei dieses Foto entstand (unten links).
Zum Schluss noch'n paar Sterne (unten rechts) fotografiert und ab nach Hause.

Stein Sternenhimmel

Zu Hause angekommen, Rechner an, SD Karte rein und die 2 Bilder in Photoshop geöffnet.
Als Hintergrundebene den Sternenhimmel und darüber den Stein.
Anschließend den Stein mit der Auswahlellipse ausgewählt, die Auswahl umgekehrt (Strg/Shift/i) und um den „Asteroid“ herum alles entfernt.
Für's Finish, mit dem Pinselwerkzeug noch ein paar Sterne entfernt und fertig.

Stein 
Asteroidlupe



Schärfe, Tiefe und Glanz.


Hier zeige ich, anhand einer natürlichen Eisskulptur, wie man mit wenigen Schritten einem Bild Schärfe Tiefe und Glanz verleihen kann.

Nenderother WasserfallOriginal

Für diesen Workshop verwende ich Photoshop Elements 8.
Das Bild oben ist Glanzlos, ohne Tiefe und lässt kaum Strukturen erkennen. Um diesem Bild etwas Schärfe und Tiefe einzuhauchen, sind nur zwei bis drei Schritte notwendig.

Schritt 1: Bild schärfen. (Überarbeiten / Schärfe einstellen)
Die unten gezeigten Werte sind nur Richtwerte.

screenshot

Schritt 2: Tiefen Lichter (Überarbeiten / Beleuchtung anpassen / Tiefen/Lichter). Wie oben schon erwähnt, sind die gezeigten Einstellungen nur Richtwerte.

screenshot

Schritt 3: Kontrast (Überarbeiten / Beleuchtung anpassen / Helligkeit/Kontrast), kann, muß aber nicht.

screenshot

Und hier das Ergebnis


Das sieht doch ganz gut aus, oder?

Nein? Noch nicht genug? 2 Bearbeitungsschritte mehr? Ok. dann lasse ich es richtig glitzern. Dafür verwende ich den Filter Filter/sonstige Filter/Helle Bereiche vergrößern (bei Bilder mit geringer Auflösung sollte man diesen Filter nicht anwenden).

screenshot

Dadurch entsteht etwas Unschärfe, die ich wieder entfernen muß (Überarbeiten / Schärfe einstellen) siehe Schritt 1.

Und zum Schluß nehme ich etwas Helligkeit raus und spiele mit dem Kontrastregler rum.

screenshots

Und noch'n Ergebnis.


Ich weiss, Bild 3 sieht etwas unnatürlich aus, aber wenn man Bild 1 und Bild 2 vorher nicht gesehen hat, fällt es nicht auf.



Fake Model.


Fake Model war mir bis vor kurzem völlig unbekannt.
Vor ein paar Tagen schlich ich mich auf der Seite von „OldSkoolMan“ herum, und fand einen Beitrag über Fake Model.
Ich war von dem Effekt, den etwas Unschärfe im Bild verursacht so begeistert, dass ich das auch ausprobieren musste.
OldSkoolMan verwendet in seinem Tut das PhotoShop Plugin Alien Skin Bokeh.
Ich habe es mit den Bordmitteln von Photoshop gemacht.
Und so geht's: Zuerst brauchst Du ein Bild, welches aus einer erhöhten Position aufgenommen sein sollte. Je mehr Objekte auf dem Bild zu sehen sind, desto besser der Effekt.

Fake Model

Schritt 1: Bild in Photoshop öffnen.
Wenn Du im Moment kein Bild zum Üben zur Hand hast, kannst Du es hier herunterladen.
(aber bitte nur zum Üben ©)

Fake Model

Schritt 2: Auswahlellipse wählen.
Du kannst auch auf eine auf andere Art und Weise auswählen, aber dazu komme ich später.

Fake Model

Schritt 3: Bereich auswählen.
Den Bereich, der klar dargestellt werden soll, mit dem Auswahlwerkzeug markieren. Dafür das Auswahlwerkzeug ausserhalb des Bildes ansetzen und beenden. Ist die Auswahl nicht da wo sie sein sollte, kannst Du sie mit Auswahl / Auswahl Transformieren noch zurecht rücken.

Fake Model

Schritt 4: Weiche Auswahlkante. (Auswahl / Weiche Auswahlkante oderAlt+Strg+D)
Ich habe 60 px genommen. Das ist abhängig von Bildgröße und Auflösung des verwendeten Bildes. Einfach ausprobieren.

Schritt 5: Auswahl umkehren. (Auswahl / Auswahl umkehren oder Alt+Umschalt+i)

Fake Model

Schritt 6: Gaußscher Weichzeichner.
In meinem Beispiel habe ich 4px gewählt. Das ist abhängig von der Bildgröße und Auflösung des verwendendeten Bildes.

Fake Model

Das Ergebnis kannst Du hier besichtigen.

Unten noch ein Beispiel für eine andere Auswahlmethode

Fake Model

Da das Seitenleitwerk auf der selben Ebene liegt wie das Flugzeug und auch zum Flugzeug gehört, muß es mit ausgewählt werden. In diesem Fall nehme ich zum Auswählen das Polygonlasso.

Fake Model

Fake Model

Das Ergebnis.



Nordlicht in Mitteleuropa.


Hier ein kleiner Workshop, wie auch in unseren Breiten ein Nordlicht entstehen kann.
Dieser Workshop wird in kürze überarbeitet.

Zuerst brauchst du ein Foto von deiner Umgebung. Mein Bild hat eine Größe von 1600 x 1200 px und eine Auflösung von 72 dpi. Ist dein Bild größer oder kleiner, können die späteren Angaben der verschieden Filter variieren. Mindestestens die Hälfte des Fotos sollte Himmel sein. Das frisch geschossene Bild öffnest du dann in Photoshop.

Nordlicht

Das Bild ist etwas dunkel geworden. Macht aber nix.
Zuerst musst du die Hintergrundebene duplizieren (Strg+J). Wenn dein Foto heller ist als dieses hier, kannst du den nächsten Schritt überspringen. Damit du sehen kannst wo die Grenze zwischen Himmel und Landschaft ist, machst du es etwas heller. Dazu drückst du Strg+M und es öffnet sich die Dialogbox Gradationskurven. Den mit dem roten Pfeil markierten Schieberegler schiebst du so weit nach Links, bis du genügend erkennen kannst.

Nordlicht

Jetzt kannst du den Himmel, den du auch gleich ausschneiden wirst, genau sehen.

Nordlicht

Nach dem du dem Himmel ausgeschnitten hast, drückst du Strg und klickst auf das obere Ebenensymbol um das Übriggebliebene auszuwählen.

Nordlicht

Mit Strg+Umschalt+I kehrst du die Auswahl um, wechselst zur Ebene Hintergrund Kopie und schneidest den Himmel mit Entf aus. Die zwei oberen Ebenen können gelöscht werden.

Nordlicht

Anschließend erstellst du zwischen den Ebenen Hintergrund und Hintergrund Kopie eine neue Ebene und malst mit dem Pinselwerkzeug (bei mir 200px, weiß) ein ähnliches Gebilde

Nordlicht

Diesen „Wurm“ wählst du mit Strg und klick auf das Ebenensymbol aus.

Nordlicht

Jetzt fügst du mit dem Filter „Rauschfilter“ / „Rauschen hinzufügen“ Störungen ein.

Nordlicht

Nordlicht

Die Auswahl musst du jetzt aufheben und den Filter „Weichzeichnungsfilter“ / „Bewegungsunschärfe“ anwenden.

Nordlicht

Das Ganze sieht jetzt so aus.

Nordlicht

Mit Strg+U öffnest du die Dialogbox Farbton-Sättigung, markierst das Kästchen Färben und stellst die Farben nach deinem Geschmack ein. Ich habe Grün gewählt.

Nordlicht

Mit dem Verkrümmenwerkzeug Strg+T und diesem Symbol

Nordlicht

verzerrst du die ganze Geschichte ein bisschen.

Nordlicht

So in etwa.

Nordlicht

Jetzt kannst du noch mit einem Doppelklick auf die entsprechende Ebene „Ebenenstil“ / „Verlaufsüberlagerung“ etwas Farbe ins Spiel bringen.

Nordlicht

Nordlicht

Zum Schluss noch den Filter „Weichzeichnungsfilter“ / „Matter machen“ anwenden.

Nordlicht

Das war's.

Nordlicht

Das sieht doch ganz gut aus. Das war nur ein grober Anriss wie man ein Polarlicht in ein Foto einbaut. Man kann noch mehr herrausholen z.B. mit dem Verkrümmenwerkzeug dem Polarlicht noch mehr Tiefe verleihen, indem man es mehr in das Bild hineinzieht, Farbgestaltung oder noch ein, zwei dazubasteln. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.



A 3 Bild mit A 4 Scanner einscannen.


Hier zeige ich, wie man mit einem A 4 Scanner ein A 3 Bild einscannt (und ohne ein spezielles Programm zusammenbaut).

Stellt euch vor, ihr habt ein riesiges Bild / Kinoplakat, etc. und wollt es unbedingt als Desktophintergrund oder vielleicht in kleinerem Format auf dem Schreibtisch stehen haben. Was tun? Ganz einfach! Ihr geht zum nächsten Copyshop. Nee, es regnet, keine Lust das Haus zu verlassen, Fahrtkosten zu hoch. Dann probiert einfach mal diesen Workshop aus.

Da ich kein A 3 Bild oder Poster habe, von dem ich auch die Rechte besitze, habe ich für diesen Workshop einfach ein Foto von uns genommen und das Scannerfenster mit schwarzem Papier entsprechend verkleinert.
A 3 ist doppelt so groß wie A 4 und deshalb brauchen wir 3 Scan's: 1. links oder oben 2. rechts oder unten 3. einen Teil aus der Mitte zum überlappen.
Ganz wichtig beim scannen ist, dass die Bildkanten immer parallel zum Scannerfenster verlaufen sollten. Scannt man die einzelnen Abschnitte nicht parallel, wird es sehr schwer, die einzelnen Bildsegmente zusammen zu fügen

Auf dieser Abbildung habe ich die überflüssigen Kanten ( bei scan 1 rechts, bei scan2 links und bei scan 3 rechts und links ) schon abgeschnitten.

A 3 Bild mit A 4 Scanner einscannen

Jetzt habe ich die obere Ebene „scan 1“ markiert und die Fülloption auf Differenz gestellt.

A 3 Bild mit A 4 Scanner einscannen

Hier verschiebe ich die Ebene „scan 3“. Hat man schlampig gescannt ( nicht parallel ), muß die entsprechende Ebene auch noch gedreht werden. Man muß so lange ausrichten, bis der überlappende Streifen ganz schwarz ist.

A 3 Bild mit A 4 Scanner einscannen

Wie auf dieser Abbildung.

A 3 Bild mit A 4 Scanner einscannen

Auf Ebene „scan 1“ habe ich die Fülloption wieder auf Normal gesetzt.

A 3 Bild mit A 4 Scanner einscannen

Das gleiche Spiel auf der Ebene „scan 2“.

A 3 Bild mit A 4 Scanner einscannen

Und so sieht es aus, nach dem ich die Fülloption von Ebene „scan 2“ wieder auf Normal gesetzt habe. Zum Schluss noch die schwarzen Ränder abschneiden und fertig.

A 3 Bild mit A 4 Scanner einscannen

Ich habe das auch schon mit A 2 Plakaten gemacht, was aber nicht ganz einfach ist, denn man braucht dafür 8 Scans.
Man kann zum zusammenfügen der einzelnen Scan's auch ein Panoramaprogramm verwenden, was aber manchmal zu ungewollten Ergebnissen führt. Das beste Ergebnis habe ich mit Photomerge von Photoshop Elements 2 erzielt.
Viel Spaß beim Ausprobieren.